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CBS

Schönes Nebenprodukt der Chorleiter-Fortbildung - Konzert mit dem Chor der Chorleiter, -innen

Nicht nur sängerische Qualitäten waren gefragt beim Konzert der Chorleiter des Bayerisch-Schwäbischen Chorverbandes, sondern auch Improvisationskunst. Das Konzert, zu dem sich am heißen Sonntag spätnachmittags nur wenige Besucher in der Synagoge eingefunden hatten, musste vom Chorleiterchor entgegen der Planung allein bestritten werden, was für den Leiter, Bernd-Georg Mettke, und seinen Sängern bedeutete, schnell das vorgesehene Programm deutlich zu erweitern.
Grund für den Ausfall des Jugendchors, erläuterte Mettke den Zuhörern, waren Terminprobleme. Viele der jungen Leute stecken derzeit im Schulstress. An Realschulen und Gymnasien finden die Abschlussprüfungen statt, die Semesterprüfungen haben ebenfalls bereits begonnen. Der Ausfall einer ganzen Stimme beim Übungswochenende und dem abschließenden Konzert bewog die Veranstalter, auf den Auftritt des Jugendchors zu verzichten.

Dafür präsentierte der Chorleiterchor mit rund 25 Sängern ein buntes und spannendes Programm, das die Zuhörer mit auf die Reise nahm, zu den verschiedensten Gesangstechniken einerseits, in unterschiedliche Gemütslagen, Stimmungen und Rhythmen andererseits, die durch Kompositionen aus verschiedenen Epochen und Ländern repräsentiert wurden.

Seltenes Phänomen: Mehr Männer als Frauen im Chor
Der Chorleiterchor, der aus insgesamt etwa 50 Mitgliedern besteht und sich aus Chorleitern aus ganz Bayerisch-Schwaben zusammensetzt, trifft sich alle zwei Monate, nicht zuletzt aus Fortbildungsgründen. Es werden neue Techniken, neue Literatur, Ideen der Programmgestaltung vermittelt, das Konzert, das einmal im Jahr in der Ichenhauser Synagoge gehalten wird und andere spontane Auftritte sind dabei eher ein „Nebenprodukt“.

Bernd-Georg Mettke vom Lehrstuhl für Musikpädagogik des Leopold Mozart Zentrums an der Universität Augsburg, wies auf ein seltenes Phänomen des Chorleiterchores hin. Anders als in der Mehrzahl der Laienchöre sind im Chorleiterchor - noch - die Männerstimmen in der Überzahl, aus der Tradition heraus, dass bis vor einigen Jahren überwiegend Männer die Chorleiterposition ausübten.
In der knappen Stunde Chormusik konnten sich die Zuhörer an Volksliedern aus Deutschland, Schottland und England erfreuen, Liebeslieder, Wiegen- und Scherzlied gaben einen kleinen Einblick in die Vielfalt der Volksliedliteratur. Das Thema Nacht wurde mit Kompositionen von Schumann „Die Nacht“, umgearbeitet auf gemischten Chor und Rameau in romantischem Satz von zwei sehr unterschiedlichen Seiten betrachtet. Exotik, bei jüngeren Laienchören besonders beliebt, brachten die Kompositionen aus Samoa und des afrikanischen Gospels.

Dass auch Klassik grooven kann und absolut nicht immer hehren daherkommen muss, bewiesen die verjazzten Werke von Leopold Mozart und G. F. Händel. (adl)


CBS Chor der Chorleiter-, innen; Ltg. Bernd-Georg Mettke



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