Am 8. Mai gestaltet der Ostliturgische Lehrerchor in der Basilika St. Lorenz in Kempten um 19.00 eine Maiandacht mit dem byzantinischen „Hymnos Akathistos“. Der Hymnos zählt zu den ältesten und schönsten Mariengesängen der Ostkirche seit 1000 Jahren und wird in deutscher Sprache vorgetragen. Erbarmung, Wegweisung und Fürbitte - Grundtypen der Marienikonen - bestimmen die Dimensionen dieser Marienandacht, die der Lehrerchor seit über sechs Jahrzehnten pflegt.
In der Kirchenmusik des slawischen Ritus haben sich im 17. Jahrhundert verschiedene Singmodelle zum Hymnos Akathistos entwickelt und bis heute erhalten. In verschiedenen Entstehungsgeschichten mischen sich byzantinische und heidnische Historie und Legende und berichten von seiner gewaltigen Kraft bei der Abwehr von Angriffen auf das christliche Byzanz-Konstantinopel.
Das Loblied orientiert sich weitgehend am Lukas-Evangelium, besingt die Auswahl und Größe der Gottesmutter, das Schöpfungswunder der Menschwerdung und die Wirkungen des Erlösungswerkes und setzt im Zusammenhang mit einer umgreifenden kosmischen Frömmigkeit mit einer Fülle von „Begrüßungen“ den Englischen Gruß Gabriels fort.
Der Ostliturgische Chor hat das Loblied auch in orthodoxen Kirchen in der Ukraine mehrmals zum Erstaunen der Gläubigen gesungen. Mit der deutschen Neufassung von Eberhard Maria Zumbroich unter dem Titel „Das Geheimnis der Gottesmutter“ erklingt dieser dreistimmige volkstümliche Hymnos in einer besonders schönen Symbiose von Text und Musik.
| Datum: | 8. Mai 2026 |
| Uhrzeit: | 19:00 Uhr |
| Ort: | Basilika St. Lorenz in Kempten |
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